{"id":291,"date":"2012-07-03T12:28:42","date_gmt":"2012-07-03T10:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/delidi.heshmat.de\/?p=291"},"modified":"2013-03-21T12:28:58","modified_gmt":"2013-03-21T10:28:58","slug":"totentanz-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/delidi.heshmat.de\/?p=291","title":{"rendered":"Totentanz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Art und Weise der Begegnung des Todes mit den Lebenden in den Totentanz-Holzschnitten<\/strong> (Zusammenfassung)<\/p>\n<p>von Jang-Weon Seo<\/p>\n<p>In der Zeit der Romantik war das Motiv des Totentanzes in der europ\u00e4ischen Kunst sehr beliebt. Der franz\u00f6sische Komponist Camille Saint-Sa\u00ebns komponierte den Totentanz \uff62Danse Macabre\uff63 und Franz Schubert aus \u00d6sterreich \uff62Das M\u00e4dchen und der Tod\uff63. Der englische Schriftsteller Walter Scott besang 1815 \uff62The Dance of the Death\uff63 und Arthur Rimbaud aus Frankreich verwendete 1870 das Motiv des Totentanzes in seinem Gedicht \uff62Ball der Geh\u00e4ngten\uff63. Die Tradition des Totentanzes als k\u00fcnstliche Gattung geht jedoch auf die Renaissance und auf das sp\u00e4te Mittelalter zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Themen entspringen nicht der Renaissance, sondern gehen auf Traditionen von <em>Danse Macabre<\/em> aus dem Mittelalter zur\u00fcck. Damals war die Gattung des <em>Danse Macabre<\/em> im gesamten Europa sehr verbreitet. \uff62Der Tod und das M\u00e4dchen\uff63 war bereits ein Sujet der bildenden Kunst bei Hans Baldung Grien. Au\u00dferdem malte Hans Baldung und Niklaus Manuel unter dem Titel \uff62Der Tod und die Frau\uff63. In dieser Zeit haben sich viele K\u00fcnstler mit diesen Themen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>In Deutschland ist der Totentanz am Oberrhein, in Basel und Ulm entstanden und zu Ber\u00fchmtheit gelangt. Grund f\u00fcr die Entstehung des Totentanzes war die Pest, eine Epidemie, wodurch ein gro\u00dfer Teil der deutschen Bev\u00f6lkerung pl\u00f6tzlich starb. Der Totentanz stellt den Tod als unberechenbares Schicksal dar, das die Menschen unvorbereitet traf. Der Totentanz macht sodann deutlich, dass alle Menschen gleich sind, wenn sie sterben. Niemand kann dem Tod entrinnen.<\/p>\n<p>Dieser Totentanz enth\u00e4lt die so genannten <em>Vado-Mori<\/em> (deutsch: ich werde sterben) Verse. Vertreter der verschiedenen mittelalterlichen St\u00e4nde, m\u00e4nnlich oder\/und weiblich, beklagen darin ihren Tod. Am bekanntesten sind <em>Der Baseler Totentanz<\/em>, <em>Der Berner Totentanz <\/em>und<em> Der oberdeutsche vierzeilige Totentanz<\/em>. Letzterer ist der \u00e4lteste \u00fcberlieferte Totentanz-Text in Deutschland. Darin sind alle 24 St\u00e4nde hierarchisch dargestellt.<\/p>\n<p>Die 24 St\u00e4nde sind: der Papst, der Kaiser (die Kaiserin), der K\u00f6nig, der Patriarch, der Erzbischof, der Kardinal, der Bischof, der Herzog, der Graf, der Ritter, der Abt, der Jurist, der Chorherr, der Arzt, der Edelmann, die Edelfrau, der Kaufmann, der Apotheker, die Nonne, der Koch, der Bauer, der Bettler, die Mutter und das Kind. In dieser Totentanzreihe sind alle wesentlichen Merkmale des mittelalterlichen Holzschnitts erkennbar.<\/p>\n<p>(Der ganze Text ist auf Koreanisch abrufbar unter: <a title=\"DeLiDi Korea\" href=\"http:\/\/www.delidi.kr\/\">http:\/\/www.delidi.kr\/<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Art und Weise der Begegnung des Todes mit den Lebenden in den Totentanz-Holzschnitten (Zusammenfassung) von Jang-Weon Seo In der Zeit der Romantik war das Motiv des Totentanzes in der europ\u00e4ischen Kunst sehr beliebt. 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